Theodor Stern Kai Frankfurt am Main I

städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb

1993

Ein neues Stadtquartier soll den über eine lange Zeit mit Baracken und Parkplätzen belegten Geländestreifen zwischen den städtischen Universitätskliniken und dem Mainufer reaktivieren. Unser Wettbewerbsbeitrag verlängert die Gartenstraße als städtische Geschäftsstraße mit entsprechendem Dienstleistungsangebot bis hin zum Klinikum. Die Straßenbahntrasse wird dorthin verlegt und verbindet hiermit das Klinikareal und das neue Viertel weniger kurvenreich mit der Innenstadt. Die Verlegung der Straßenbahntrasse ermöglicht die Öffnung zum Main mit dem Erholungsraum am Tiefkai. Das neue Viertel erhält einen zentralen Platz, der über einen Fußgängersteg mit dem seinerzeit geplanten Stadtviertel „Wohnen am Westhafen“ auf der anderen Mainseite verbunden werden sollte. 

Dr. Martin Wentz, Dezernent für Planung:

„Das Projekt steht in engem Zusammenhang mit der Entwicklung des „Stadtraum Main“. Es bildet mit dem gegenüberliegenden Westhafen den westlichen Abschluß der Mainuferzonen, die für den innerstädtischen Raum wiedergewonnen werden sollen.“ 

Jurybericht:

„Die Verfasser verlassen mutig die in den Wettbewerbsunterlagen beschriebene Trasse der Straßenbahn und schlagen stattdessen die Verlegung in die Gartenstraße und ihre Verlängerung vor.Insgeasmt werden 215 Wohneinheiten und circa 4.200 m² Bruttogeschoßfläche für gewerbliche Nutzung ermöglicht, dabei weist die geplante Bebauung in Höhenentwicklung und Dichte hohen Wohnwert auf. Auf diese Weise wird für circa 450 Menschen „Wohnen am Main“ realisiert…Die Mainsilhouette zeigt einen großstädtischen Maßstab und verzichtet auf modische Akzente. Das geplante Boarding-Haus markiert den zurückhaltend in die zweite Reihe gerückten künftigen Klinik-Haupteingang.

Preisgerichtsempfehlung:

„Wegen der hohen Qualität des städtebaulichen Konzeptes soll der Entwurf der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt werden.“

 

 

Kalmbacher & Ludwig Architekten BDA

erster Preis

Auslober: Frankfurter Aufbau AG

Modell: MAD