Robert Bosch Gelände Darmstadt
städtebaulicher Wettbewerb
1996
Mit dem Ideenwettbewerb soll eine urbane Konzeptionen für den neuen städtebaulichen Schwerpunkt der „Weststadt“ gegenüber Darmstadts Neustadt von Georg Moller, dem großherzoglich-hessischen Architekten, Stadtplaner und Wegbereiter des Klassizismus, gefunden werden.
Wir schlagen als Pendant zur Neustadt ein orthogonales Ordnungssystem mit einer versetzten Blockstruktur vor. Mit Verschiebung der Achsen entstehen differenzierte Stadträume, Plätze und Straßen, Merkpunkte und überraschende Räume. Aufgrund der Lage im Stadtgrundriss und der städtebaulichen Verdichtung um die trennenden Gleisanlagen, erscheint es zukünftig sinnvoll, den Zugang zu den Bahnsteigen über eine neue Ergänzung neben dem historischen Bahnhof zu ermöglichen: Eine weite „Brücke“ mit großzügiger Halle überspannt die Bahnsteige und verbindet das Westufer mit der Neustadt. Entré wird der historische Fürstenbahnhof mit seinem markanten Vorplatz. Das Jugendstilgebäude mit Bahnhofshalle wird zum Kulturhaus. Auf der Seite des Westufers erreicht man die „Brücke“ über den neuen „Georg Moller Platz“ mit dem gewünschten öffentlichen Kino- und Versammlungskomplex. Das neue Zentrum mit Intercity-Bahnhof zeigt in Darmstadts Zukunft.
Der neue Stadtteil erhält sein Gesicht über die Nutzungsvielfalt: Wo letztendlich Wohnen oder Gewerbe angesiedelt wird, ist in der späteren Konkretisierungsphasen je nach Bedarf im Einzelnen festzulegen. Die öffentlichen und kulturellen Einrichtungen sind um den am stärksten verdichteten Bahnhofsbereich bereits festgelegt. Das vom Auslober gewünschte Weltraum-Museum ist so positioniert, daß die geforderte Teilung in zwei Baustufen das städtebauliche Konzept nicht verfälscht. Der von uns vorgeschlagene Block gegenüber dem ehemaligen Fürstenbahnhof zeigt ein Arkadenhaus mit Geschäften, Gewerbe und Wohnungen in den Obergeschossen.
Kalmbacher & Ludwig Architekten BDA mit Landes & Partner Architekten BDA
Städtebaulicher Wettbewerb: 3. Preis
Auslober: Robert Bosch GmbH mit Deutsche Bahn AG und Stadt Darmstadt
Tragwerk Bahnhof: Robert S. Garlipp RFR Structional Engeneering, Paris
Verkehrsplanung: Joachim Porada, DE-Consult, Frankfurt am Main
Modell: MAD, Frankfurt am Main


